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WellFlorell und die Liebe zu den Tieren

vor 3 Stunden
4 Min. Lesezeit



Wohlbefinden und Tiere – wie passt das zusammen?


Da ich eine große Tierliebhaberin bin, würde ich sagen: Sehr gut.

Tiere zaubern mir immer ein Lächeln auf das Gesicht und ich muss zugeben, manchmal muss ich mich schon sehr zurückhalten, nicht auf einen Hund zuzugehen und ihn zu knuddeln, während der Besitzer doch wahrscheinlich mit eher erstaunten Augen danebenstehen würde. Er fände es vielleicht nicht ganz so gut, wenn ich so voller Begeisterung auf das Tier zugehen würde. Also freue ich mich über die Tiere in eher zurückhaltender Art.

Tiere gehen manchmal in erstaunlich zutraulicher Art und Weise auch auf mich zu. Manche brauchen manchmal einige Zeit, doch ich habe schon so einige erstaunliche Erlebnisse auch mit in der Natur lebenden Tieren haben dürfen.

Mich persönlich verwundert es sehr, dass so viele Tiere in den Tierheimen sitzen, obwohl Mensch und Tier eine so wundervolle Symbiose ergeben könnten. Selbst wissenschaftliche Studien haben erwiesen, dass Tiere den Stresslevel erheblich senken können, die Hormonausschüttung erhöhen können und wir uns mit Tieren um uns herum erheblich wohler fühlen können. Tiere können viel mehr für uns Menschen tun als wir für die Tiere. Eigentlich sind Tiere die besseren „Menschen“: Sie kennen keine Unwahrheiten, sie kennen keinen sozialen Filter, bewerten Menschen nicht nach Status, Aussehen oder Herkunft und sie leben völlig im Hier und Jetzt.

Sie erhalten und unterstützen uns bei:

1. Körperlicher Gesundheit & Fitness

  • Senkung von Blutdruck und Puls: Das bloße Streicheln eines Tieres oder das Beobachten von Fischen im Aquarium beruhigt das Herz-Kreislauf-System. Blutdruck und Herzfrequenz sinken nachweislich.

  • Stärkung des Immunsystems: Kinder, die mit Haustieren (insbesondere Hunden oder auf Bauernhöfen) aufwachsen, entwickeln statistisch gesehen seltener Allergien und Asthma, da ihr Immunsystem früh trainiert wird.

  • Mehr Bewegung: Hundebesitzer müssen bei jedem Wetter vor die Tür. Diese regelmäßige körperliche Aktivität an der frischen Luft stärkt die Abwehrkräfte, hält fit und beugt Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor.

2. Psychischem Wohlbefinden

  • Beim intensiven Kontakt mit Tieren schüttet das menschliche Gehirn vermehrt Oxytocin aus. Dieses Hormon sorgt für Ruhe, Vertrauen und Bindung, während gleichzeitig das Stresshormon Cortisol abgebaut wird.

  • Trost bei Einsamkeit: Tiere sind unvoreingenommene Zuhörer. Sie urteilen nicht, kennen keine Vorurteile und schenken bedingungslose Zuneigung. Das hilft Menschen in schweren Lebensphasen, bei Einsamkeit oder Depressionen.

  • Feste Tagesstruktur: Die Verantwortung für ein Lebewesen (Füttern, Pflege, Gassigehen) gibt dem Tag Halt und Sinn, was besonders für ältere oder psychisch belastete Menschen eine wichtige Stütze ist.

Und sie können sogar zu Therapiezwecken eingesetzt werden. Hunde, die dazu ausgebildet sind, und therapeutisches Reiten können Menschen wundervoll unterstützen.

Und dieser Kuschelfaktor... Haben Sie es schon einmal genossen, wenn ein Pferd ganz dicht mit seinen Nüstern an Sie herankommt und schnaubt? Ich persönlich liebe das, auch wenn ich selbst kein Pferd habe.

Aber als ein Stubentiger bei mir einzog, war die Freude groß. Dieses Gefühl, wenn die Katze wirklich liebevoll um einen herum schnurrt, und die Gespräche, die ich mit dem Tier führe, während wir die Treppe nach draußen hinuntergehen, sind legendär. Ich muss zugeben, ich frage mich etliche Male, was dieses Tier versteht, und muss selbst oft darüber lachen. Aber dass die Katze antwortet und sich zum Fressnapf begiebt, während ich ihr sage: „Schau mal, da steht dein Frühstück“, ist wirklich herzerwärmend schön und drollig.

Komme ich manchmal auf den Hof gefahren und die Nachbarskatze huscht vor meinem geparkten Auto an mir vorbei und antwortet mir auf die Frage „Hey, wie geht es dir?“ mit einem Monolog aus dreimal Miauen, das in meinen Ohren so klingt wie: „Haaaaaaaaach, hör bloß auf, das war ein Tag... ich will jetzt nur noch rein!“ Ich muss jedes Mal lachen bei diesen Situationen. Wir Menschen werden wohl nie ganz ergründen, was Tiere wirklich alles verstehen, dennoch denke ich manchmal, sie verstehen uns besser als wir sie.

Ich möchte hier ein kleines Plädoyer halten für die Tiere aus dem Tierheim, die so dankbar sind, ein neues Zuhause finden zu dürfen. Ich empfinde so etwas als eine absolute Win-Win-Situation für Mensch und Tier!

Möchte ich jetzt dazu raten, zu denken: „Och, heute ist mir mal nach Hund und ich hole mir mal einen einfach so aus dem Tierheim“? Nein. Ich denke, man sollte es sich wirklich gut überlegen.

  • Gerne Zeit mit Tieren verbringen: Wenn man sich einen Hund anschafft, muss man bei Wind und Regen nach draußen. Wobei ich mich immer frage: Hmmm, wir sollen uns eh bewegen und sollten auch bei dem Wetter raus – warum dann nicht mit einem Hund? Und es macht noch mehr Spaß!

  • Tierarztkosten müssen kalkuliert werden: Ich hoffe sehr, dass sich ein Bewusstsein dafür entwickeln wird, dass Tierarztkosten gesenkt werden können und es ein System gibt, in dem der Tierarzt für seine Arbeit fair entlohnt wird, es dem Tier gut geht und dem Geldbeutel des Besitzers auch. Ich denke, es würden mehr Menschen zu Tierärzten gehen, wenn die Kosten geringer wären, das käme also allen Parteien zugute. Das Modell der Tierversicherung wurde ja schon eingeführt, vielleicht gibt es ja auch noch weitere Ideen, die entwickelt werden könnten.

  • Die Situation sollte geklärt sein, wo man das Tier unterbringen kann, wenn man im Urlaub ist.


Tiere schulen Empathie, Verantwortungsbewusstsein, emotionale Kompetenz und Achtsamkeit sowie Frustrationstoleranz. Sie stärken das Selbstvertrauen und die Bindungsfähigkeit – so viele schöne und positive Aspekte, die der Umgang mit diesen bezaubernden Wesen uns geben kann.

Wichtig ist es natürlich, dass wir dem Tier auch geben können, was es braucht: Liebe, genug Platz, artgerechte Haltung, medizinische Versorgung, Erziehung, Ruhe, ein Umfeld das altersgerecht ist, Beschäftigung und Geduld. Und vielleicht braucht es auch Menschen, die die Tiere auf ihre Art verstehen, ohne sie zu sehr zu vermenschlichen. Menschen, die mit Verstand, Liebe und Achtsamkeit das Leben mit Tieren genießen und sich damit unveressliche Momente im Leben schenken können.

Vielleicht konnte ich etwas dazu beitragen, die Inspiration zu geben, diesen wundervollen Geschöpfen ein neues Zuhause zu geben. Es würde mich von Herzen freuen.



Ihre WellFlorell



 
 
 

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